Haltung unserer Rinder
Durch ihre robuste anspruchslose Art begünstigt leben unsere Schotten ganzjährig bei jeder Witterung im Freien. Im Winter benötigen sie maximal einen luftigen Unterstand, schieben sich aber auch ebenso gerne in die auf ihren Weiden befindlichen Hecken und Büsche ein.
Ihr zotteliges Fell aus zwei Schichten hält die Tiere schön warm, weist Wasser von ihnen ab und schützt empfindliche Körperteile, wie Augen und Kopf.
Der Doppelhaarmantel ist somit ein enormer Vorteil bei widrigen Wetterbedingungen und der Grund dafür, warum sie eine begrenzte externe Fettabdeckung haben und daher der Fettmantel am Schlachtkörper geringer ist.
Bedingt durch die ganzjährige Weidehaltung bekommen die Tiere frisches Gras im Sommer und selbst gemachtes Heu im Winter. Lediglich als Leckerli bekommen die Tiere draußen auf ihren Weiden in Maßen trockenes Brot, Kartoffeln und Futtermöhren mitgebracht. Der tägliche Kontakt ist unumgänglich, um ein Verwildern der Tiere zu vermeiden. Sehr willkommen sind auch Striegel und allerlei Bürsten und Kämme. Sie lieben und genießen es, gekämmt, gekratzt und gebürstet zu werden.
Nicht ganz ungefährlich sind dabei ihre teilweise gigantischen Hörner, welche eine Spannweite von bis zu 1,60 Metern erreichen
können.
Immer wieder spannend ist der "plötzliche" Nachwuchs. Ohne unsere Hilfe sind die kleinen Zottels plötzlich einfach da. Mitten in der Herde. Die werdenden Mütter sondern sich zuvor von der Herde ab. Die Geburt erfolgt ohne unserem Beisein eigenständig. Die ersten Tage legen die Mütter ihre kleinen außerhalb der Herde, meist zu unserer Sorge auch oft am Rand der Weide ab. Nach 3-4 Tagen darf das Kleine dann schließlich mit und wird nun nicht nur von der Mutter umsorgt, sondern von der ganzen Herde. Deren Beschützerinstinkt ist nicht zu unterschätzen! Ein Betreten der Weide von Fremden, sicherlich unbedacht und ohne schlechte Absichten, kann verheerende Folgen haben.
Eine Trennung von der Mutter erfolgt frühestens nach neun Monaten, um eine unkontrollierte Vermehrung in der Herde zu vermeiden.
Da uns das Wohl unserer Tiere sehr am Herzen liegt, kommt für uns, wenn dann irgendwann eine Schlachtung ansteht, nur der Weideschuss in Frage.
Alleine der Gedanke, eines unserer Tiere aus der Herde zu separieren, zu verladen, zu transportieren und in fremder Umgebung wieder abzuladen um es schlachten zu lassen, ist ein Albtraum. Stress, Angst und Panik möchten wir nicht für uns selber und auch nicht für unsere Tiere!
Auf der Weide im Herdenverband geboren
- auf der Weide im Herdenverband aufgewachsen- und schließlich auf der Weide im Herdenverband geschlachtet.
Für die Tiere an sich läuft der Weideschuss stressfrei ab. Der Schuss erfolgt unauffällig bei der Fütterung, wobei die anderen aus der Herde danach einfach weiter fressen.
Das gibt klare Vorteile für den Geschmack. Das Fleisch bleibt zart und aromatisch durch die natürliche Haltung und sanfte Schlachtmethode.